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Druuuuuuuums!

Letzte Woche habe ich mich mit dem Schlagzeug beschäftigt und es teilweise mit neuen Fellen bestückt und gestimmt.

Am meisten habe ich mich mit den Toms beschäftigt. Diese habe ich mit Remo Ambassadors (als Schlagfelle) und Remo Pinstripes (als Resonanzfelle) bestückt. Das stimmen war ungewohnt im Vergleich zum alten Schlagzeug, was vielleicht am Holz oder anderer Kesselgratung oder Ähnlichem lag. Letztlich war ich mit den Toms jedoch erstmal durch und dachte ich nehme das Schlagzeug mal nur mit zwei Overheads auf und zu sehen, wie es “von außen” klingt – Ein Bassdrum-Mikro habe ich dann auch noch dazu genommen.
Die Bassdrum klang noch etwas pappig und nicht richtig tight (ja, im Bezug auf Schlagzeugsound ist dieser Anglizismus erlaubt ;-) ), aber mir ging es vornehmlich sowieso um die Toms. Die Snaredrum bekommt auch neue Felle, diese hatte ich jedoch bei der Aufnahme noch nicht installiert. Wie gesagt, das Hauptaugenmerk lag auf den Toms.

Herausgekommen ist dabei folgendes.
Zur Abnahme wurden zwei Rode NT-5 als Overhead-Mikros und ein Sennheiser E 602 II als Bassdrum Mikrofon eingesetzt, welche über die Preamps meines Mackie-Mischpults gelaufen sind.

    Schlagzeug-Hörbeispiel unbearbeitet

Unbearbeitet trifft übrigens nicht ganz zu. Ich habe die Bassdrum-Spur mit einem Noisegate vom Übersprechen der anderen Teile des Schlagzeugs befreit und einen Lowcut mit steiler Flanke bei ca. 40Hz gesetzt! Ansonsten wurde die Summe noch minimal komprimiert um die Pegelspitzen ein wenig zu kappen.

Anschließend habe ich alle Spuren bearbeitet:
Die Bassdrum Spur wurde zusätzlich komprimiert (Ratio = ca. 4:1, 12ms Attack, ca. 200ms Release) und der Lowcut wurde etwas weiter nach oben geschoben (ca. 50-60Hz). Weiterhin habe ich bei 156Hz mit schmaler Güte stark abgesenkt und die Höhen geboostet um den Attack-Anteil des Signals etwas zu verstärken.

Die Overhead-Spuren habe ich auf einen Summenbus geroutet und dort mit einem Multibandkompressor bearbeitet, wobei ich das untere Mitten/höhere Bässe-Band und das Mitten-bis-Höhen-Band etwas leiser eingestellt habe als den Rest. Das Bassband war das mit der stärsten Kompressionsrate (ca. 5:1).
Nach dem Komopressor habe ich noch einen Equalizer eingeschleift und einen Low-Shelve bei ca. 80Hz gesetzt um die dröhnigen Bässe etwas abzusenken (-5dB).

Die Bassdrumspur und Overheadsumme habe ich dann noch per Aux-Send auf einen Bus mit Faltungshall-Plugin (Apple Space Designer) geroutet und zur Endsumme einen großen Hallraum (ca. 2 Sek.) mit ca. 70ms Predelay hinzugemischt (wobei ich beim Hallsignal bei ca. 100Hz einen Lowcut gesetzt habe) !

An der Summe wurde nichts verändert.

Das hört sich folgendermaßen an:

Da ich mir absolut keine Mühe beim Aufstellen der Mikrofone gemacht habe, da ich eigentlich nur mal für mich hören wollte, wie es klingt, sind die Signale nicht zu 100% in Phase, aber das war ja auch nicht der Sinn der Sache ;-) !

Mir gefällt der Sound schon recht gut, vorallem die Toms haben mich überrascht und ich bin gespannt, was ich durch richtige und vollständige Mikrofonierung und durch Positionsveränderung des Schlagzeugs im Raum und der Mikrofone noch herausholen kann!
Mit der Bassdrum und der Snaredrum werde ich mich auch noch intensiver beschäftigen, um hier noch Verbesserungen vorzunehmen.

Bis dahin :smile: !