Monatliches Archiv für Oktober, 2010

York – Episode 1.

Hallo Freunde,

Nun nehme ich mir endlich mal die – momentan sowieso recht knapp bemessene – Zeit, um hier ein wenig zu berichten, was bei mir passiert und wie der Ort des Geschehens aussieht.

Ach… zunächst möchte ich noch ankündigen, dass ich mit meiner Berichterstattung wohl in Episoden verfahren werde, da dieser Artikel ansonsten seeeeeehr lang wäre und ich noch länger bräuchte, um ihn zu verfassen – und da ich heute noch Studienrelevante Dinge erledigen werde ist das wohl eine sinnvolle Entscheidung!

Aber ich beginne mal ganz von vorne – mit meiner Reise!

Am 6.Oktober ist die ganze Familie um 5 Uhr aufgestanden. Eigentlich war alles außer dem Handgepäck fertig gepackt, aber natürlich musste es um Einfachheit und Entspannung ein wenig zu stören ein wenig stressig gemacht werden – es war in der Tat sehr aufregend: Ist alles dabei? Geld? Reisepass? Papiere?
Danach kam der erste Abschied und der war natürlich etwas traurig. Meine Schwester, meine Mutter und ich stiegen ins Auto und fuhren gen München.

Auch die Fahrt war nicht ganz einfach, da es unglaublich neblig war und dementsprechend rutschig auf der Straße war. Als es dann auch noch Stau in München gab, wurde die Stimmung im Auto nicht zuletzt aufgrund des nicht allzu großzügigen Zeitfensters in der Tat recht angespannt. Sinje manövrierte uns jedoch sehr souverän zum Flughafen und nach schier unendlich lang scheinender Parkplatzsuche standen wir endlich im Terminal.

Als ich meinen Bass und meine Tasche zum Wiegen abgab, hat die Dame am Check-In-Schalter wohl einen kleinen Fehler gemacht und den langen Basskoffer falsch auf die Waage gestellt. Diese zeigte mit beiden Gepäckstücken nämlich einen Wert von lediglich 13kg an. Da ich 20 Kilo hätte mitnehmen dürfen, haben wir natürlich genauso viel/schwer gepackt. Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich schön ein wenig mehr mitgenommen ;) !

Wohlan. Als nächstes ging es zum Security-Checkpoint. Hier hieß es nun abschied nehmen von meiner Schwester und meiner Mutter. Eine sehr freundliche Dame, die ebenfalls dort war, schien unsere Situation recht gut nachvollziehen zu können und lächelte uns sehr freundlich zu.

Nachdem mein Handgepäck und ich für sicher befunden wurden, machte ich mich auf dem Weg zu meinem Gate – ein letztes Winken zu meiner Schwester und meiner Mutter und schon war ich ganz alleine unterwegs. Ich muss dazu sagen, dass es das erste mal sein würde, dass ich länger als zwei Wochen (oder so) von zu Hause weg war. Ich war nie sonderlich viel auf Reisen und geflogen bin ich noch nie – und deshalb war das ganze wirklich Spannend!

Ich hetzte noch schnell auf die Toilette und begab mich dann zu meinem Gate, um auf dem Flieger zu warten. Es kam ein Bus, welcher mich und die anderen Passagiere zur Maschine brachte.

Über die Gangway in das Flugzeug, das Gepäck verstaut, auf den Sitzplatz. Bevor es los ging lief eine der Flugbegleiterinnen mit meiner Tasche durchs Flugzug und fragte, wem selbige gehörte. Ich wollte natürlich wissen, ob etwas nicht stimmt und begab mich zu der sehr netten Frau. Aus dieser Situation ergab sich ein wie ich finde lustiger Dialog:

- Gehört die Tasche Ihnen?
- Ja, das ist meine, gibt es ein Problem?
- Aus der Tasche kommt ein Geräusch.
Ich dachte kurz nach und bemerkte dann, dass sie das Ticken meines Weckers meinte.
- Oh ja, das ist mein Wecker.

- Könnten sie es bitte abstellen?
Ich war kurz verdutzt und stellte dann fest, dass mein Wecker klingelte. Das tat er wohl schon die ganze Zeit, und ich habe es nicht bemerkt. Ich bin also permanent – nach dem Security-Check – mit einer alle fünf Minuten piependen Tasche rumgelaufen. Ich erinnerte mich dann sogar, dass ich mich in dieser Zeit eimal fragte, was an einem Flughafen wohl so ein Geräusch machte.
- Ja, natürlich…

Ein großartiger Aspekt meines Fluges war, dass der Sitz links neben mir frei war und ich mich dementsprechend einfach breit machen durfte, wie es mir gefiel.

Wie gesagt, ich bin noch nie geflogen, aber nach dem Start und dem Erreichen der Reiseflughöhe, dachte ich mir, dass manche Menschen sooo viel Geld ausgeben, um Achterbahnen zu fahren und dass die gerade mal 58€, die der Flug kostete an diesem Punkt im Grunde schon gerechtfertigt waren.

Der Start und die Aussicht nach dem Durchbrechen der Wolkendecke waren wirklich beeindruckend und wirklich schön :) !

Als das alles vorüber war, fuhr ich meinen Laptop hoch um Musik zu hören und ein wenig über die vergangenen Tage zu schreiben.

Eine weitere – ebenfalls sehr freundliche – Flugbegleiterin bot mir etwas zu Essen und zu trinken an und ich nahm dankend einen Kaffee, von welchem ich erfolgreich einen Teil verschüttete. Zum Glück war er zu diesem Zeitpunkt noch schwarz und ich konnte die Sauereri einfach wegwischen. Als ich mich bei der Fugbegleiterin entschuldigte meinte diese nur: “Ach, wir haben schon ganz andere Sachen weggewischt!”

Ein etwa chaotischer Start meiner Reise also.

Auf dem Flug hörte ich größtenteils “Eels”!

Zum Abschluss also ein Lied selbiger Band:

Die nächste Episode folgt :) !

Bis dahin wünsche ich jedem, den mein Geschriebenes interessiert alles Liebe und Gute – und allen anderen auch!

Euer Simon-Claudius

Pack your shit, folks…

Hallo Freunde,

In nächster Zeit wird sich diese Seite inhaltlich eher von meinem Studio in Füssen und den dortigen Aktivitäten entfernen, da ich mich morgen/heute/6. Oktober 2010 aus Deutschland entferne!

Es ist so weit! Ich trete meine Reise nach York an, um mein neues Leben als Student zu beginnen. Die Sachen sind gepackt und ein Paket mit Dingen die ich dort brauche bereits verschickt- mir steht also nichts mehr im Wege! Fliegen werde ich von München nach Manchester und danach geht es mit dem Bus, welchen die Uni Organisiert nach York zu meinem Wohnheim, dem Vanbrugh College! Von dort aus werde ich dann berichten, was weiterhin so mit mir passiert!

Ich bin wirklich gespannt…

Ich würde gerne noch ein wenig mehr schreiben, aber ich glaube es ist sinnvoller, nun schlafen zu gehen! Ihr werdet sehr bald von mir hören :) !

Zum Abschluss noch ein kleiner Song:


Streicht doch bitte das “new”!

Bis bald!

Euer Simon-Claudius